Forschung zum Atelier
Das Forschungsprojekt Wer Wien prägte – Das (jüdische) Großbürgertum im Portrait widmet sich der vollständigen Digitalisierung und wissenschaftlichen Aufarbeitung des historischen Archivs. Über 5.000 Persönlichkeiten wurden im Atelier portraitiert – viele von ihnen sind heute vergessen, haben aber maßgeblich zur Identität Wiens beigetragen. Ein besonderer Fokus liegt auf jenen Personen, die aufgrund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt wurden oder emigrieren mussten. Das Projekt wird in folgenden vier Schritten durchgeführt:
01
Digitalisierung der Handschriften
Alle handschriftlichen Dokumente wie historische Namensindexbücher, Plattenbücher und Adressbücher werden gescannt und in eine digitale Datenbank übertragen. Diese detailliert geführten Verzeichnisse bilden die Grundlage für die Aufarbeitung des Kundenkreises.


02
Digitalisierung der Glasnegative
Die über 20.000 Glasnegative werden mittels Reprotechnik gescannt und für jedes Portrait einzeln nachbearbeitet. Das digitalisierte Bildmaterial wird anschließend in die Datenbank eingearbeitet und mit den vorhandenen Personendaten verknüpft.
03
Datenabgleich und Zuordnung
Die digitalisierten Archivbestände werden einem Grobabgleich unterzogen, gefolgt von einer detaillierten biographischen Recherche zu einzelnen Persönlichkeiten und Familien. Durch die genealogische Aufarbeitung werden anschließend die Lebensgeschichten erschlossen.


04
Zugang für die Öffentlichkeit
Die gewonnenen Informationen werden der Öffentlichkeit über diese Webseite im Abschnitt Archiv zugänglich gemacht. Sie dient als wichtige Quelle für künftige Forschungen und dokumentiert die (jüdische) Wiener Gesellschaft am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Projektteam
Unser Team besteht aus ausgewiesenen Experten im Bereich der Historik, Wissenschaft, sowie Genealogie. Sie bereichern das Forschungsprojekt mit ihren jeweils einzigartigen Qualifikationen und Erfahrungen.

KR Ing. Mag.
Wolfgang Tschiedel
Wolfgang ist Eigentümer des historischen Photoateliers und Biograph von F. X. Setzer sowie M. K. Tschiedel. Er ist für die Projektkoordination zuständig.

Dipl.-Ing. Dr. techn.
Michael Tschiedel
Michael ist Obmann des Vereins zur Förderung des Erhaltes des historischen Photoateliers Setzer-Tschiedel und für die Projektleitung verantwortlich.

Mag. Dr.
Gerald Piffl
Gerald ist ausgewiesener Fotohistoriker und Theaterwissenschaftler. Er ist Mitglied der Photographischen Gesellschaft Wien.

Dipl.-Ing.
Georg Gaugusch
Georg ist führender Genealoge und Spezialist für das jüdische Großbürgertum. Er ist Mitglied im Beirat des International Centre for Archival Research.

Mag. Dr.
Marie-Theres Arnbom
Marie-Theres ist Historikerin, Autorin und Kuratorin zu zeit- und kulturhistorischen Themen. Sie ist Initiatorin des Kindermusikfestival St. Gilgen.

Sebastian Bauer
Sebastian arbeitet seit mehreren Jahren im Jüdischen Museum Wien. Er war freier Mitarbeiter des ZeitzeugInnen Projekts The Austrian Heritage Archive.

Mag.
Wolf-Erich Eckstein
Wolf-Erich ist als Experte für die jüdische Kulturgeschichte bekannt. Er arbeitete an mehreren nationalen sowie internationalen Projekten.

Prof. Dr.
Stefan Pickl
Stefan initiierte die renommierte George Leitmann Lecture. In diesem Zusammenhang spielt die Dokumentation der jüdischen Geschichte eine große Rolle.
Finanzierung
Das Forschungsprojekt wurde bereits 2018 gestartet und umfasst ein Gesamtvolumen von ca. EUR 300.000. Die Finanzierung erfolgt durch Eigenmittel sowie Förderungen öffentlicher und privater Institutionen. Die Fortführung des Projekts ist abhängig von den verfügbaren Fördermitteln – eine Gesamtfinanzierung konnte bislang noch nicht gesichert werden.
Wir danken folgenden Fördergebern:

